Erste Etappe

So endlich sind wir unterwegs. Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten (Will wollte noch mehr Geld haben, was eine Woche laenger arbeiten hiess. Nach der Woche wollten wir am Montag los, ging nicht weil wir noch zu viel kaufen mussten. Also Dienstag. Haben morgens alles verschickt und gekauft und sonst allers erledigt und dann fings an zu regnen. Hab bei ner kleinen Spritztour mit Bettina durch die Stadt mir nen Platten gefahren. Genau dann fings natuerlich richtig an zu regnen. Reifen im ueberfluteten Hostel gewechselt und entschieden doch noch nen Tag laenger zu bleiben. Mittwoch gings dann endlich los. Wir sind ueber Mareeba nach Almaden und dann nach Georgetown. Coole, kleine, kaputte Dirtroad dazwischen, was viel mehr Spass macht als die Highways. Auch die Dirthighways sind langweilig da man mit ner Crosser locker mit 110 km/h ueber alles was so kommt drueber fahren kann. Haben in nem Flussbett geschlafen was echt super aussah, sich jedoch als schlimmer Ort herrausstellte. Im dunkeln angekommen und mit Lampen die Zelte aufgebaut. Beim kochen wasrs dann so schlimm mit den Fliegenden Insekten aller Art das wir mit nur einem kleinen Schaelchen Nuden mit Sand (war meine Schuld :) uns ins Zelt verkrochen haben. Wir haben draussen eine Lampe haengen gehabt um die tausenden fliegenden Termiten wegzulocken. Man dachte es regnet aber es wahren nur die Termiten die gegen das Zelt geflogen sind. Naja naechster Tag Highway nach Croydon mit kleinem (im nachhinein ueberfluessigem) Abstecher ins Dirt nach Strathmore. Abends sind wir dann an nen See gefahren wo einige Lokals mit nem Boot Wasserski gefahren sind. Ich hab gefragt und sie haben uns ne Runde auf nem Ring uebers Wasser gezogen. "Den Europaeern zeigen wirs mal" und "this is australia" wahren nur einige Sprueche. Naja 150 Ps an winzigem Boot und wir wurden mit 45 Knoten, ca. 80kmh uebers Wasser gezogen. Das Video lad ich irgendwann auch noch hoch. Mit den Jungs und 6 Maedels die auf ner Viezuchtfarm arbeiten (machen hier draussen alle ausser die Kneipenbesitzer) sind wir dann abens noch ins Pub gegangen. Als wir um 3 wieder fahren konnten gings dann nur ne kurze Strecke nach Normanton. In Normanton gabs dann Abends beim Zeltaufbauen Gewitter mit nur leichtem Regen bei uns. Aber um uns rum gings wohl richtig los. Alle 2 sec. ein Blitz. Ach und heiss wars, sehr heiss. Der Boden hatte so viel Waerme gespeichert, dass es selbst morgens unter meiner Isomatte gute 50 Grad wahren. Im Zelt wahren es nur 35 mit Gott sei dank etwas Wind vom Gewitter. Jetzt sind wir in Burketown, wo wir festsitzen, da David nen neuen Hinterreifen braucht (nur abgefahren) und ich nen Teil von der Kettenumlenkung verloren hab so das die Kette auf Metall schleift. Auch wenn die es hier mit Internet und so nicht so haben, war ich erstaunt wie schnell es gehen kann. Ein Telefonanruf in der naechsten grossen Stadt ;) und schon morgen kommen die Teile mit nem Roadtrain hier an. 24h nach bestellung mitten im Nix. Das dauert in deutschland laenger!

Hells Gate eine Tankstelle (Roadhouse) hat zu gemacht, was fuer uns heisst, dass die naechste Etappe nach Borroloola 500km ohne Tankstelle ist. Wir haben 300, 340 und 450 km Reichweite. Mit Extrasprit in Kanistern is das machbar wenn auch schwierig. Wir muessen morgen mal entscheiden ob wir das machen oder nicht. Werden bei der Polizei nach dem Zustadnd der Strasse fragen und ob wir nem Bauern Sprit abkaufen koennen. Wenn dann noch nen Auto die gleiche Strecke faehrt fahren wir definitiv mit. Ansonsten muessten wir suedlich ausweichen was dann ca. 700km extra waehren (nur langweiliger Highway). Hoert sich evtl. etwas erschreckend an aber hier ist alles unter Kontrolle. Sicher ist es auch, wir sagen wo wir hinfahren und wann wir ankommen und haben noch nen Notfall GPS Sender der ueberall Hilfe rufen kann.

Ich melde mich wahrscheinlich wieder aus Darwin was ca. noch ne Woche dauert also bis dahin. Trinkt nen Gluehwein und seid froh das ihr nicht so schwitzt.

Ps. Gluehwein haben wir auch vorm losfahren gemacht. Mit Gewuertzen und so. War echt lecker.

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